TRANSATLANTIK 2004

Die Vorgeschichte

Sun Yachting & Travel GmbH
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Mit Windeskraft reisen
Die Welt auf dem Seeweg entdecken, das ist die Faszination, die mich als Bub gepackt hat. Ich verschlang die Bücher über Kolumbus, Magellan, Cook, Meuterei auf der Bounty,Die Schatzinsel, liebte Piraten und Abenteuergeschichten. Dreissig Jahre spielte sich alles in Träumen ab. Dann begann ich zu segeln.

Ich zog gegen Norden in die legendäre Seemanns Stadt Hamburg und weiter nach Hallig Hooge. Ich segelte mit einem Freund in der Nordsee , erlernte das Handwerk Segeln von Grund auf und erlag dem Reiz in die Welt hinauszufahren, nur mit dem Schiff, dem Wind und meinem Können. Der nächste Schritt war die Segelprüfung für die Weltmeere, der B-Schein. Auf vielen Törns in Griechenland, der Karibik und ...... sammelten sich bereits ..... Seemeilen an. Der Traum, die grosse Herausforderung, den Atlantik mit dem Segelschiff zu überqueren dümpelte jedoch ständig in meinem Hinterkopf.

Segeln aus Leidenschaft nicht als Sport
Peter Sigrist, Lehrer aus Bertschikon, teilt meine Leidenschaft zum Segeln. Unzählige Abende haben wir Seemannsgarn gesponnen, uns einen Transatlantiktörn ausgemalt und immer endeten diese Abende mit der Feststellung, irgendwann fahren wir los.

Die Crew
Jetzt ist es soweit. Peter hat Urlaub und Elisabeth, meine Frau, gibt mir grünes Licht. Nach einem Telefongespräch mit einer Geschäftspartnerin haben wir sofort ein Schiff; eine brandneue Beneteau 473 soll von La Rochelle nach Martinique überführt werden. Fredy Leijenaar, Lehrer in Herschmettlen, ebenfalls seit Jahren vom Segelvirus befallen, ist sofort Feuer und Flamme und beantragt Urlaub. Nun stösst noch Fredy Bürkli, ein frisch pensionierter Aargauer Elektroniker mit Schiff auf dem Bodensee zu uns.

Die Planung
Wir legen am 31. Oktober in La Rochelle ab, segeln in einer Woche bis Lissabon, nehmen noch drei Passagiere an Bord, die mit uns bis zu den Kanaren segeln. Mitte November starten wir zum grossen Schlag von Gran Canaria nach Martinique. Seekarten und Handbücher werden gekauft, Menu- und Einkaufslisten erstellt, ein Sextant organisiert. Für die Kommunikation kaufen wir ein Iridium Satellitentelefon, das mittels eines Laptops Verbindungen mit den Daheimgebliebenen und den Wetterberichten ermöglicht.

Alles Abblasen?
Nun kommt die erste Schreckensmeldung: Euer Schiff wird auf den Termin nicht fertig, ihr müsst einen Katamaran nehmen! Katamaran? Nur Peter und ich sind solche Schiffe schon gesegelt und die Skepsis ist gross. Nach eingehender Beratung wird das Verdikt akzeptiert und die Crew freut sich auf ein sehr bequemes, neues Schiff modernster Bauart. Aber es sollte anders kommen. Drei Wochen vor Abreise steht fest, dass die Werft nun auch den Katamaran nicht termingerecht liefern kann.

Alles abblasen? Nein!

Unser Abenteuer
Wir finden ein Schiff, das von Kroatien nach Martinique überführt werden muss! Also stellen wir wieder alles auf den Kopf. Das Schiff, eine schnelle Gib Sea 51, wird nach Palma de Mallorca gebracht, wo wir es am 30. Oktober übernehmen werden. Dann werden wir via Vilamoura an der Algarve nach Gran Canaria und Martinique den Spuren von Kolumbus folgen (sein Schiff war etwa 2 m länger und er hatte 40 Leute dabei). Wie er werden auch wir von den Kanaren aus südlich segeln bis wir um den 18. Breitengrad herum auf den Passatwind stossen, der uns (hoffentlich) in etwa 18 Tagen nach Barbados weht. Nach diesem ersten Landfall in der neuen Welt haben wir noch etwa 100 Seemeilen bis zu unserem Ziel, Martinique, vor uns. Am 15. Dezember werden wir unsere Yacht in Le Marin bei der Basis abgeben. Sie wird in diesem wunderschönen Gebiet als Charterschiff eingesetzt.

Gutes Teamwork
Jeder von uns hat seine speziellen Aufgaben und daneben natürlich auch Wache gehen. Die Wachen dauern 2 Stunden und da wir zu viert sind, gibts maximal 6 Stunden Schlaf (wenn nicht irgend ein Ereignis die Anwesenheit der gesamten Crew an Deck erfordert). Die Hauptmahlzeit des Tages, das Nachtessen, geniessen wir gemeinsam. Wache gehen, steuern, navigieren, Segel wechseln, schlafen, kochen, aber auch lesen, Musik hören, fischen oder einfach hängen werden die Tage auf See bestimmen.

Cyrill Zosso

Einige Daten:

Die Crew:
Cyrill Zosso, Skipper, Koch
Peter Sigrist, Co-Skipper
Fredy Leijenaar, Navigator und Wetterfrosch
Fredy Bürkli, Funker, Segelmaat, Fotograf
Schiffsname: TARA
Typ: Gib Sea 51, Monohull, gebaut von Dufour in La Rochelle
Baujahr: 2002
Länge: 15.80 m
Breite: 4.80 m
Tiefgang: 1.85 m
Masthöhe: 23.00 m
Gewicht: 14.5 t
Maschine: 78 PS Volvo
Wassertank: 980 l
Dieseltank 500 l
Distanz: ca. 4200 nautische Meilen, 7800 km

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:
Cyrill Zosso, Skipper
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Postfach 19
CH-8625 Gossau ZH
Info@sunyachting.ch

Seite aktualisiert am 27.04.2006